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IHK-Jahresthema 2009: Mobilität ist Zukunft

IHK-Jahresthema 2009
Menschen und Güter waren noch nie so mobil wie heute. Hiervon profitieren alle – ganz gleich, ob als Pendler auf dem Weg zur Arbeit, als Produzent von Gütern oder auch als Konsument. Ohne Mobilität gäbe es keine Arbeitsteilung, die Voraussetzung einer hoch entwickelten Volkswirtschaft und damit unseres heutigen Wohlstands ist. In vielen Branchen hat sich inzwischen die Just-in-time-Belieferung durchgesetzt: Vorprodukte werden erst kurz vor der Verarbeitung angeliefert.

Allerdings setzen moderne Logistikkonzepte eine hohe Zuverlässigkeit der Verkehrssysteme voraus. Die Zuverlässigkeit von Straße, Schiene, Schifffahrt und Luftverkehr ist aber nur gewährleistet, wenn deren Kapazitäten und technischer Zustand kontinuierlich an die sich wandelnden Anforderungen der Nutzer angepasst werden.

Verkehrssysteme nicht zuverlässig
Doch davon kann schon seit Jahren keine Rede sein. Berufspendler wie Verkehrsunternehmer haben sich daran gewöhnen müssen, bei ihren Fahrten viel Extrazeit einzuplanen. Die Politik reagiert – allerdings auf ihre Weise und setzt vor allem auf eine Vermeidung und Verteuerung von Verkehr. „Diese Reaktion ist völlig verfehlt“, kommentierte unlängst DIHK-Präsident Ludwig-Georg Braun. „Wir sollten nicht den Verkehr verringern, sondern die Belastungen, die durch ihn entstehen.“ Die IHK-Organisation fordert daher von der Politik, sich den Prognosen des weiter wachsenden Verkehrs zu stellen. Das bedeutet:

Es wird offensichtlich: Mobilität ist Zukunft. Daher hat die IHK-Organisation das Jahr 2009 genau unter dieses Motto gestellt. Mit diesem Jahresthema wird auf die Bedeutung einer leistungsfähigen und bezahlbaren Mobilität aufmerksam gemacht. Eine Verkehrspolitik, die auf Vermeidungs- und Verteuerungsstrategien setzt, schadet dagegen der Wirtschaft und schwächt den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb.

Mobilität ist Zukunft - der Film

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Vorschläge zur Novellierung der „Eurovignettenrichtlinie“: Eine kritische Betrachtung

Ulrich Klaus Becker (l.), Wolfgang Kugele vom ADAC
von Ulrich Klaus Becker (ADAC Vizepräsident für Verkehr; im Bild links) und Wolfgang Kugele (Fachreferent Infrastrukturpolitik, ADAC e.V.)

Bereits seit Mitte der neunziger Jahre verfolgt die Europäische Kommission das Ziel einer Internalisierung der sogenannten externen Kosten des Verkehrs. Als externe Kosten werden Umwelt- und Gesundheitskosten sowie mit Modifikationen auch Stau- und Unfallkosten des Verkehrs bezeichnet, die nicht vom Verursacher sondern von Dritten getragen werden. Die Kommission unterstellt, dass sich vor allem beim Straßenverkehr dessen Kosten nicht verursachergerecht auf die Preise niederschlügen. Der ADAC lehnt die vorgeschlagene Internalisierungspolitik als dirigistisch und unverhältnismäßig ab.

 ADAC-Vorschläge zur Novellierung der „Eurovignettenrichtlinie“ als Download 61,9 kB

Mobilität braucht Fachkräfte in der Logistik

Jahresthema 2009 Wedlich Bild
Nicht nur die Infrastruktur oder intelligente Verkehrssysteme beeinflussen die Mobilität von Personen und Gütern. Von großer Bedeutung ist auch das „Wie“ der Abwicklung der logistischen Prozesse des Transports oder der Beförderung von A nach B. Bildung ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für qualitativ hochwertige Logistikdienstleistungen. Gefragt sind sowohl die berufliche wie die akademische Bildung, sagt Christian Wedlich, geschäftsführender Gesellschafter der Wedlich Servicegruppe GmbH & Co. KG und Mitglied des DIHK-Bildungsausschusses.

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11 Milliarden Euro werden verteilt: Was mit den Einnahmen der Lkw-Maut passiert

Dr. Michael Zumpe (l.) und Torsten R. Böger
Seit Anfang der neunziger Jahre ist klar: Die öffentlichen Haushalte sind nicht in der Lage, ausreichende Mittel für Ausbau und Unterhaltung der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland bereit zu stellen. Der Straßengüterverkehr hat seit Einführung der Autobahnmaut für Lkw bisher rund elf  Milliarden Euro in die Kassen gespült und damit für Investitionen in das Verkehrsnetz gesorgt. Torsten R. Böger und Dr. Michael Zumpe von der Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft mbH (VIFG) geben einen Überblick, wie Mautmittel in der Praxis verteilt werden und wie welche Verkehrsträger in den letzten Jahren bedacht wurde

 "Verwendung Lkw-Maut" als Download 32,8 kB

Effiziente Verkehrspolitik: Für eine wettbewerbsfähige europäische Wirtschaft

Antonio Tajani
Für Antonio Tajani, Vizepräsident und für Verkehr zuständiges Mitglied der Europäischen Kommission, ist "der Verkehr von großer Bedeutung für das Funktionieren der europäischen Wirtschaft insgesamt, aber auch für den Alltag unserer Bürger, die effiziente Verkehrssysteme und erschwingliche Mobilität benötigen." Dabei hat der EU-Kommissar nicht nur die Straße, sondern auch die Luftwege im Blick.

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Mauterhöhung wirkt wie ein Existenzvernichtungsprogramm

Hermann Grewer, Präsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.
von Hermann Grewer, Präsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.  

Im vergangenen Jahr sorgten die Explosion der Rohöl- und Dieselkraftstoffpreise und die Diskussion um die zum 1. Januar 2009 vollzogene Mauterhöhung für Schlagzeilen über das Transportlogistikgewerbe. Während die „Dieselpreisrallye“ bereits dazu geführt hat, dass deutsche Transportunternehmen 2008, trotz konjunkturbedingt zeitweise guter Auftragslage, „rote Zahlen“ schrieben, stellt die eklatante Mauterhöhung zur Jahreswende ein „Existenzvernichtungsprogramm“ für das deutsche Transportlogistikgewerbe dar.

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"Montagmorgens auf der B 27. Wer hier und jetzt am Steuer seines Pkws oder Lkws sitzt, sollte gute Nerven haben. Auf der wichtigsten Verkehrsader der Region Neckar-Alb staut es. Aus dem Standortfaktor Verkehr ist wieder einmal der Standfaktor geworden und alle wichtigen Bundes- und Landstraßen in der Region sind betroffen...." Wie das alltägliche Drama doch zu einem guten Ende finden kann, lesen Sie in der Februar-Ausgabe des IHK-Magazins "Wirtschaft Neckar-Alb".

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